[Press release]: Weltmeister Philip Köster verpasst Sieg in Klitmøller

Cold Hawaii Fotos Der amtierende Weltmeister Philip Köster verpasste im dänischen Klitmøller knapp den Sieg. In herausfordernden Bedingungen musste sich der 19-Jährige in einem packenden Finale gegen den Brasilianer Marcilio Browne geschlagen geben. Nicht einmal ein Punkt trennte die beiden Profisurfer am Ende voneinander.

Nachdem die Elite des Windsurfens in Dänemark sechs Tage lang auf die passenden Bedingung gewartet hatte, kam es am Sonntag zum großen Showdown. Knapp acht Stunden lang begeisterten die Profisurfer sowohl Punktrichter als auch Zuschauer mit ihren spektakulären Sprüngen

Köster zeigte durchgehend eine absolut solide Leistung. Er setzte sich souverän gegen Ben Proffitt aus Großbritannien, den zweitbesten Deutschen Starter Leon Jamaer sowie den Spanier Alex Mussolini durch, bevor er sich schließlich gegen Marcilio Browne geschlagen geben musste: „ Ich freue mich über den zweiten Platz, aber ich wollte dieses Finale unbedingt gewinnen. Ich bin also gerade nicht der Allerglücklichste“. Den dritten Platz sicherte sich  Alex Mussolini. Auf Rang vier surfte der Vorjahressieger Thomas Traversa aus Frankreich.

Allen Grund zur Freude hatte der 23-jährige Leon Jamaer aus Kiel. Er konnte sich im deutsch-deutschen Duell gegen die Windsurfgröße Klaas Voget aus Hamburg durchsetzen. Erst Philip Köster setzte seinem Weiterkommen im zweiten deutsch-deutschen Aufeinandertreffen des Tages ein Ende. Leon Jamaer schloss den Worldcup in Klimøller mit einem fünften Rang ab. Klass Voget hingegen war mit seiner Leistung nicht gänzlich zufrieden. Er surfte am nordwestlichsten Punkt Dänemarks auf Platz neun.

Die große Überraschung des Contests, Moritz Mauch, freute sich über eine gewonnene Runde und seine erste TOP 10 Platzierung-er schaffte es auf Rang neun. Der 17-Jährige gilt bei vielen als das nächste große deutsche Windsurftalent. Die beiden anderen deutschen Starter Forian Jung und Daniel Bruch landeten auf einem geteilten 17. Rang.

Im Gesamtranking der PWA-Tour liegt der zweifache Weltmeister Philip Köster weiterhin vorne und hat gute Chancen auf den Titel. Bereits am kommenden Wochenende geht der Kampf um den Weltmeistertitel in die nächste Runde. Vom 27. September bis 06. Oktober treten die besten Windsurfer der Welt auf Sylt an.

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Köster ist nah dran an der Schallmauer des Windsurfens

Während einige Gleichaltrige ihr Studium an der Universität wieder aufnehmen, erzählt Philip Köster, das 19-jährige Wunderkind, dass er bereits 85 Prozent auf dem Weg zum aktuellsten Heiligen Gral in der Windsurfszene – den dreifachen Forward – zurückgelegt hat. Für die weniger Eingeweihten: Es handelt sich dabei um einen dreifachen Vorwärtssalto, mit drei Drehungen in der Luft und einer Landung, nach der man sofort weiter surfen und leben kann, um von dem Märchen zu erzählen. „80 bis 85 Prozent des Weges habe ich hinter mir“, sagt Köster sachlich. „Ich denke, ich habe die Höhe und schaffe die Drehungen. Jetzt muss ich es einfach machen. Ich habe es versucht, brauche aber die richtigen Bedingungen. Es wird auf Gran Canaria (wo er mit seinen Eltern aufgewachsen ist) passieren. Voriges Jahr war ich bei 50 bis 60 Prozent. Ich habe viele Zweifach-Sprünge gemacht und einige waren ziemlich hoch. Ich glaube, dass ich sie jetzt kontrolliere und fühle mich sicher.“ Köster definiert die Regeln des Möglichen neu: Die Gravitationskräfte, die auf einer Höhe von 30 Fuß bei der Rotation und der Geschwindigkeit auf ihn wirken, sind vergleichbar mit denen eines Kampffliegers. Wenn er den dreifachen Sprung steht, wird er in die Gesellschaft der größten Sportler aufsteigen – zu Usain Bolt, Nadia Comaneci, Bob Beamon, Greg Louganis und Robbie Naish.

Was ist der Unterschied bei der Sicherheit zwischen einem zweifachen und einem dreifachen Salto? „Es geht darum, es auszuprobieren. Es ist reine Kopfsache. In deinem Kopf erscheint ein einfacher Vorwärtssalto schwierig mit der Drehung und dem Wissen, dass du dich verletzen kannst.“

Hat er sich bei dem Versuch bereits verletzt? „Nicht wirklich, nur mit dem Rücken bin ich ein paar Mal hart auf das Wasser aufgeschlagen“, erzählt er. „Ich habe mich einmal am Rücken verletzt. Am Halswirbel. Ich habe mich verdreht und konnte nicht richtig atmen. Ich habe zwei Tage gewartet und dachte, dass es dann schon gehen würde, aber beim Surfen tat es noch weh. Ich glaube, ich hätte länger warten müssen, ungefähr zwei Wochen. Es passierte in der Woche vor dem Weltcup auf Teneriffa (im August), ich hatte also immer noch Schmerzen (als er gewann).“

Er ist gewillt, seinen Weltmeistertitel zu verteidigen: „Ich möchte ihn nicht abgeben. Ich möchte wieder Weltmeister werden, aber es wird jedes Mal schwieriger. Ich liebe den Wettkampf in Klitmøller, ich liebe es, hier zu sein und will jedes Mal gewinnen. Manchmal bekommst du perfekte Wellen. Es macht einfach Spaß. Wir hatten bisher viel Glück mit den Bedingungen, also hoffe ich, dass es am Samstag die Möglichkeit gibt, den Wettkampf durchzuführen.“ Aber die Herausforderung des Dreifach-Saltos sorgt für die nötige Motivation, wenn er zu Hause auf Gran Canaria trainiert.

Ist er besorgt, dass irgendjemand ihn besiegen könnte, vielleicht Ricardo Campello, der fliegende Brasilianer? „Ich glaube Ricardo ist verrückt genug“, lacht er. „Er ist definitiv einer, dem es gelingen könnte.“ Aber wo soll das aufhören? Gibt es vielleicht einen Zwölfjährigen, der in zehn Jahren einen Vierfachsprung zeigen wird? „Naja, man weiß nie. Vor noch nicht allzu langer Zeit galt ein einfacher Vorwärtssalto als verrücktester Sprung. Dinge verbessern sich. Vielleicht also in fünf Jahren.“

Hat er körperlich trainiert? „Nein, ich hatte keine spezielle Vorbereitung. Normalerweise essen ich vor dem Training Pizza.“

Köster ist eines dieser Naturtalente, das von dem Rest der Welt häufig missverstanden wird. Journalisten und Windsurfer, die seinen Rat suchen, können ihn nicht begreifen. Sie blicken in unbekannte Tiefen. „Leute kommen und fragen mich nach meinen Moves, aber meistens kann ich sie nicht erklären, weil ich nicht über sie nachdenke, ich denke nicht, wie ich sie mache. Einige Menschen glauben nicht, dass das stimmt, dass ich darüber nicht nachdenken würde.“

Köster ist nicht arrogant. Er ist vielmehr immer noch der scheue Teenager und wäre viel lieber auf dem Wasser als auf dem Cold-Hawaii-Sofa – dennoch ist er nicht unfreundlich. Nachdem er voriges Jahr in Klitmøller Weltmeister wurde, sagte er als Erklärung: „Ich kann die Zeit verlangsamen.“ Es war keine Prahlerei, sondern eine Tatsache.

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Mächtiger Mauch schlägt hohe Wellen im Cold Hawaii

Der 2013 KIA Cold Hawaii PWA Weltcup – Tag 2 Nach einem öden ersten Tag, sah der zweite Tag des KIA Cold Hawaii PWA Weltcups 2013 in Klitmøller kapriziöse Winde, einen Kieler Wirbelsäulen-Chirurg seinen goldenen Rücktritt genießen, enttäuschte Teilnehmer sich nach München zurückschleppen und eine frühe Überraschung, da der 17-jährige Moritz Mauch die Flotte schockierte. Danny Bruch, in den vergangenen drei Jahren auf Rang fünf der Weltrangliste, verlor in der ersten Runde gegen den auf den Kanaren beheimateten Deutschen Mauch.

Bruch (32), der auf Teneriffa lebt, war sichtbar erzürnt und schmallippig, als er den Strand verließ, nachdem er gegen Mauch mit dem geringsten aller Abstände, lediglich einem Viertelpunkt, verloren hatte.

Mauch überstand ein aufreibendes Ausscheidungsrennen, um in die Runde der letzten 32 einzuziehen. Das neue System dieses Jahr sieht vor, dass zwölf Surfer das Risiko des Reisens eingehen müssen und sich in Ausscheidungsrennen die letzten sechs Plätze im Hauptwettbewerb erst zu erkämpfen. Mauchs Durchgang musste drei Mal neu gestartet werden, da der Wind abnahm, so dass Mauch bereits eine Stunde auf dem Wasser war, bevor er gegen Bruch antrat.

Das Skipper-Briefing um halb sieben ergab eine trügerische Hoffnung zum Sonnenaufgang, da die Vorhersage von ablandigem Wind mit 20 Knoten nicht eintraf. Stattdessen hatte der inkonstante Wind erst kurz vor 15 Uhr gedreht und so weit aufgefrischt, dass Ausscheidungsrennen 25 Minuten dauerten und nur zwei Wellen, aber keine Sprünge zählten. Dies kam Mauchs Wellenreiten-Stil entgegen – er dominierte all seine Vorläufe und vielleicht auch seine Müdigkeit.

„Ich hatte einen Krampf in meinem Arm am Ende des letzten Laufs und sehr starke Krämpfe im ersten Lauf des Wettkampfs, aber ich habe zwei große Wellen getroffen und bin sehr, sehr glücklich.“ Mauch, der als Sohn deutscher Eltern auf Gran Canaria geboren wurde und in Telde in der Nähe von Pozo lebt, sagte: „Das ganze Ausscheidungssystem war ein bisschen hektisch für mich. Zwei Läufe wurden gecancelt, aber am Ende lief es sehr gut, und ich bin super zufrieden. Ich kam aus Gran Canaria und habe nur gehofft, über die Vorläufe hinaus zu kommen, aber damit gerechnet habe ich überhaupt nicht.“

Trotz der Neustarts war der erste Lauf auch ein goldener für den 39-jährigen Kieler Wirbelsäulen-Chirurg Lars Gobisch. „Es ist das letzte Wettkampfjahr meiner Karriere, da ich vier Kinder habe und es ein bisschen anstrengend ist – ich lasse die jüngeren Kerle jetzt spielen.“ Gobisch, dessen jüngerer Brüder Stefan im zweiten Lauf mit einer Rückenverletzung aufgeben musste, sagte: „Ich fand die Wellen sehr gut. Das dritte Rennen lief besser für mich, ich habe einen guten Aerial erwischt. Ich sollte aber nicht so viel schwimmen. Meine Familie und meine vier Kinder sind hier und mein siebenjähriger Sohn war sehr stolz. Ich glaube, es bedeutet ihm mehr als mir.“

Nur für Fabian Weber, der im zweiten Ausscheidungsrennen verlor, war es ein weniger erfreulicher Wettkampf. „Ich bin mit meiner Leistung nicht zufrieden., ich war nicht in der richtigen Stimmung. Das passiert“, sagte Weber. „Ich bin über mich selbst enttäuscht. Ich bin mehr als 1300 Kilometer von München angereist. Ich gehe mich jetzt mit Mick Kleingarn betrinken, da er auch ausgeschieden ist (im dritten Ausscheidungsrennen.)

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Kronprinz Frederik von Dänemark trifft Weltmeister Philip Köster

Kurz vor dem Auftakt des vierten Windsurfing World Cups in Klitmøller hat Kronprinz Frederik von Dänemark den Austragungsort besucht und einige der besten Windsurfer der Welt getroffen. Darunter den zweifachen Weltmeister Philip Köster aus Deutschland, den derzeit Zweitplatzierten Victor Fernando Lopez aus Spanien und den ehemaligen deutschen Windsurfmeister Klaas Voget. Der leidenschaftliche Segler ließ es sich auch nicht nehmen, das Windsurfen selber auszuprobieren und die Profis mit dem Jet Ski auf das Wasser zu begleiten. Prinz Frederik zeigte sich beeindruckt von den Fähigkeiten der Surfer. „Es ist unglaublich, Zeuge des Könnens der Surfer gewesen zu sein. Die Technik und die Akrobatik, die sie beherrschen, sind wirklich bemerkenswert“, resümierte Frederik im Anschluss an das Treffen.

Auch der amtierende Weltmeister Philip Köster zeigte sich erfreut über den Auftritt des Prinzen. „Ich hatte das Gefühl, dass Kronprinz Frederik Spaß hatte, als er auf dem Jet Ski unterwegs war. Ich lebe in Spanien und da sieht man sowas nicht“, sagte Köster nach dem Treffen mit dem Prinzen.

Währenddessen bereiten sich die Windsurfprofis auf den ersten Wettkampftag am 16. September vor. Rund 30 der besten Profisurfer haben ihr Ticket nach Klitmøller gelöst und werden in den kommenden Tagen die Jury und die Zuschauer mit spektakulären Manövern von ihrem Können überzeugen.

Philip Köster geht als großer Favorit in den Wettbewerb. Er konnte bereits den ersten Event auf der Weltmeisterschaftstour auf Teneriffa für sich entscheiden und möchte an diesen Erfolg gern anknüpfen. Er setzt voll und ganz auf Sieg. „Ich fühle mich gut und die Vorhersage sieht auch gut aus. Ich freue mich auf den Wettbewerb und will hier den Sieg holen“, so der 19-jährige Profisurfer. Ein Triumph in Klitmøller wäre ein weiterer Schritt in Richtung Weltmeistertitel Nummer drei für das Ausnahmetalent.

Auch die weiteren vier deutschen Starter haben gute Chancen, sich einen Platz unter den TOP 10 zu erkämpfen. Der Kieler Leon Jamaer hofft darauf, seine gute Leistung von Teneriffa wiederholen zu können. Dort sicherte er sich den siebten Rang. Der Hamburger Klaas Voget, der gebürtige Wilhelmshavener Daniel Bruch und Florian Jung aus Saarbrücken werden ebenfalls ihr Bestes geben, um in Klitmøller ganz vorne mit dabei zu sein.

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